Liebe BOJATI-Helfer!
Botschaft zum Oster-Report (6. Mai 2023)
Die meisten in der Schweiz freuen sich über wärmere Temperaturen, während wir in Thailand gerade in der Hitze zerfliessen. Diese Unterschiede gibt es nicht nur im Wetter, sondern auch im Wohlstand der Menschen. Während sich die einen alles leisten können, haben andere Hunger und Not. BOJATI steht für Hilfe zur Selbsthilfe. Ausbildung und Gesundheit sind die Grundpfeiler von unserem Projekt. Dieses Jahr haben wir für alle Kids eine minimale, internationale Krankenversicherung mit einer Jahresdeckung von 1000.– $ abschliessen können. Darin sind Unfall- und Krankenhauskosten bei Krankheit versichert. Der grosse Vorteil liegt darin, dass man, im Gegensatz zur staatlichen „Versicherung“, sofort behandelt wird, wenn man eine private Versicherung vorweisen kann. Denn die staatliche Versicherung deckt nur sehr wenig ab und ist für die Spitäler oft unrentabel. Ärztestreik kommt deshalb in Kenia leider recht oft vor. Diese Minimalversicherung ist ein Meilenstein in der 13 jährigen Geschichte von BOJATI und ein echter Fortschritt!
Als ich 2006 Kenia besuchte, bekam ich für einen Franken 54 Kenianische Schilling. Heute liegt der Umrechnungskurs bei 154 Kenianischen Schilling. Das bedeutet, dass das Leben in Kenia 3x teurer wurde! Das Land versinkt in Armut und Inflation es fehlt an allem. Dazu kam Corona und die grosse Dürre. Die Mehrheit in Kenia hängt an einem feinen Faden der Armut. Eltern, die Ihren Kindern keine Ausbildung finanzieren können und sie stattdessen zum Strassenverkauf von Besen oder Früchten drängen, sind nicht mehr die Ausnahme sondern Regel und das ist traurig.
Umso mehr möchte ich mich für Eure Unterstützung bedanken! Wir bewegen zwar wenig, verglichen mit dem Leid aber für unsere BOJATI Kids ist es die Welt und die Dankbarkeit und Hoffnung ist gross!
Das Eastern-Camp in einem Backpacker Resort war dazu gedacht den Zusammenhalt zu stärken und neue Eindrücke zu ermöglichen. Leider war das Wetter schlecht und das Resort bereits kurz vor Saisonschluss, was die Speisekarte nutzlos machte. Das machen wir nächstes Mal besser. Trotzdem war es für die Kids eine willkommene Abwechslung aus ihrem Alltag und wie Ihr dem Report von Lenox entnehmen könnt auch unterhaltsam.
Wenn Ihr den Report aufmerksam lest, (ich habe ihn mit Google translate ins Deutsche übersetzt) dann merkt Ihr auch, dass Vater Abdilahi eine schwere Zeit erlebt und die Sorgen um sein Sohn Omar, nebst seiner Arbeitslosigkeit schwer auf ihm lasten. Er braucht Hilfe. Lenox und ich denken an ein kleines Business, das Ihm eine Aufgabe gibt. Suppentopf-Verkauf oder ein kl. Hünergehege – oder vielleicht hat jemand von Euch eine Idee. Lenox wird mit ihm diesbezüglich sprechen um herauszufinden was er tun möchte. Wir werden Ihn dabei unterstützen. Extra Spenden für diese Herausforderung sind sehr willkommen! Kennzeichnet sie einfach mit „Vater Abdilahi“! Vielen Dank!
Zum Schluss hätte ich noch eine Frage, hat jemand von Euch Erfahrung mit Crowdfunding oder kennt sich damit aus? Wir suchen ja stets nach neuen Spendern und zählen dabei auch auf eure Mundpropaganda und Empfehlung. www.bojati.ch
Mein Dank geht an Lenox, der in Kenia grossartige Arbeit leistet, an Thomas Vaderna, der sich um unsere Homepage kümmert und demnächst Beirat des Vereins sein wird und an meine betagte Mutter, die sich in Kenia sofort zu Hause fühlte, obwohl Sie bereits am Flughafen Wechselschalter beklaut wurde und das Land trotzdem liebte.
Ich wünsche Euch alles Gute!
Liebe Grüsse
Martin Hübscher
Präsident BOJATI
